Prüfsummen (sha256)

Wer eine Datei aus dem Internet lädt, wird oft auf die Prüfsumme (digitaler Fingerabdruck) angesprochen. Diese Summe garantiert, dass es sich beim Download tatsächlich um das Original handelt und keine kompromittierte Datei vorliegt:

Die folgende Prüfsumme wird mit sha256sum

$ sha256sum DATEINAME.zip
830bbca930d5e417ae4249931838e2c70ca0365044268fa0ede75e33aff677de  DATEINAME.zip

geprüft. Stimmt die Summe überein, liegt die korrekte Datei vor. Weitere Prüfsummen sind md5 (md5sum) und sha1 (sha1sum). Das Vorgehen ist analog diesem Beispiel.

md5sum Dateiname oder sha1sum Dateiname

C++ unter Linux

Mit diesem kleinen Tutorial wirst Du in wenigen Minuten ein wenig besser verstehen, was eine Binärdatei und eine Klartextdatei (hier der Quellcode) ist. Als Compiler nehmen wir hier g++ oder alternativ gcc. Selbstverständlich müssen diese Pakete bereits installiert sein. Erstelle einen geeigneten Ordner und erstelle mit Nano eine leere Datei:

$ mkdir meinc++
$ nano -w zweizahlen.cc

#include 

int main(){
    int summand1, summand2;

    std::cin >> summand1 >> summand2;

    std::cout << summand1 << " + " << summand2
              << " = "
              << summand1 + summand2
              << std::endl;
}

diese Datei speichern wir nun unter zweizahlen.cc ab und müssen sie nur noch kompilieren:

$ g++ zweizahlen.cc -o zweizahlen

vereinfacht gesagt erstellt der Kompilier aus unserem Quellcode nun eine Binärdatei, welche im Terminal ausgeführt werden kann.

$ ./zweizahlen
14
414
14 + 414 = 428

das soeben kompilierte Programm kann mit:

# cp zweizahlen /usr/bin

in das Binary Verzeichnis kopiert werden und steht ab jetzt immer zur Verfügung.

Remote mittels Xrdp

Das Paket xrdp erlaubt eine Remote-Verbindung vom Windows-PC direkt auf den Debian-Rechner. Installiere das Paket und weise den User xrdp der Gruppe ssl-cert zu:

# apt install xrdp
# adduser xrdp ssl-cert

Wähle die Remotdesktopverbindung unter Windows und gib die IP-Adresse an.

Nach erfolreicher Anmeldung kann mit dem Client-PC auf den Linux-Rechner zugegriffen werden. Die genaue IP vom Server kann per ip address ermittelt werden:

GRUB reparieren (z.B. Dualboot mit Windows 10)

error: no such partition. Entering rescue mode...
grub rescue>

Falls Du diese Meldung auf Deinem Debiansystem bekommst, hast Du den Grub-Bootloader zerschossen. Jetzt wird es an der Zeit, die Installations-CD oder den USB-Stick von Debian einzusetzten. Lege die CD oder den USB-Stick ein, boote ab diesem Medium und wähle dann im Installationsmenu:

Advanced option > Rescue mode

 

Du solltest Dein System kennen, bevor Du dich an die Reparatur von GRUB wagst. Der Rettungsmodus wird Dir ganz oben links angezeigt!

  • Sprache, Land und Ort wählen
  • Netzwerk (Kabel, WLAN) wählen.
  • Rechnername wählen (spielt keine Rolle, was hier gewählt wird)
  • Domain-Name wählen (leer lassen)
  • root-Dateisystem wählen! (In diesem Beispiel liegt root auf /dev/sdb2)

 

01. Das Wählen des richtigen Root-Dateisystems ist relevant! Falls Du das falsche Root-Dateisystem wählst, führt dies unweigerlich zu einer Fehlermeldung!

 

02. falls der Mountpunkt /boot auf / liegt, ist das Einbinden von /boot sparat nicht nötig und diese Meldung wird nicht angezeigt. Liegt /boot jedoch auf einer separaten Partition, bindet der Rettungsmodus die Partition ein.
/boot ist jedoch nicht mit dem Mountpoint /boot/efi zu verwechseln! /boot/efi wird auf /boot erst später eingehängt.

 

03. Wähle mit den Pfeiltasten nun auf Eine Shell in /dev/sdXY ausführen

 

04. GRUB neu installieren

Alternative I
Es kann natürlich auch «Den GRUB-Bootloader neu installieren» gewählt werden. Bei Linux führen manchmal verschiedene Wege zum Ziel und es kann mehrere Lösungen geben.

Alternative II – (EFI-System)
Wir befinden uns nun in der Shell der Rettungsaktion. Installieren nun das Paket grub-efi

# apt install grub-efi

und binde die EFI-Bootpartition ein.

# mount /dev/sdb2 /boot/efi

Installiere jetzt den Bootloader in das Wurzelverzeichnis. Bevor der Bootloader neu geschrieben wird, kann mit lsblk überprüft werden, ob alle Partitionen korrekt eingehängt sind:

$ lsblk

 

05. Installiere den Bootloader in das Wurzelverzeichnis:
Der Bootloader wird nicht auf die einzelne Partition geschrieben. Liegt Dein root-System zum Beispiel auf /dev/sdb2, wird der Bootloader nicht auf die Partition, sondern auf die Platte geschrieben. Hier wäre dies also /dev/sdb

/dev/sdb2 ≠ /dev/sdb

# grub-install /dev/sdb

führe ein update-grub aus. Dies ist zwar nicht unbedingt nötig, gibt uns aber ein aussagekräftiges Feedback, ob alles geklappt hat.

# update-grub
GRUB-Konfigurationsdatei wird erstellt …
Found background image: /usr/share/images/desktop-base/desktop-grub.png
Linux-Abbild gefunden: /boot/vmlinuz-4.19.0-9-amd64
initrd-Abbild gefunden: /boot/initrd.img-4.19.0-9-amd64
Windows Boot Manager auf /dev/sda1@/EFI/Microsoft/Boot/bootmgfw.efi gefunden
Adding boot menu entry for EFI firmware configuration
erledigt

Verlasse die Shell mit:

# exit

06. und wähle System neu starten aus.

07. Ausgabe lsblk für dieses Beispiel! Auf sda liegt Windows 10 und auf sdb Debian. Die EFI-Boot Partition von Debian ist nicht separat eingebunden, wie unter Punkt 2 beschrieben wird. sda1 und sdb1 sind hier zwei EFI-Boot-Partitionen.

$ lsblk
NAME   MAJ:MIN RM   SIZE RO TYPE MOUNTPOINT
sda      8:0    0 931.5G  0 disk 
├─sda1   8:1    0   100M  0 part /boot/efi
├─sda2   8:2    0    16M  0 part 
├─sda3   8:3    0 296.1G  0 part 
└─sda4   8:4    0 634.8G  0 part 
sdb      8:16   0 232.9G  0 disk 
├─sdb1   8:17   0   487M  0 part 
├─sdb2   8:18   0  68.2G  0 part /
├─sdb3   8:19   0     8G  0 part [SWAP]
└─sdb4   8:20   0 156.3G  0 part /home/yuna/media

ein *.vdi-File einhängen (mount per qemu)

Um ein *.vdi-File in Linux einzuhängen, benötigen wir qemu. Installiere das Paket mit:

# apt-install qemu
# apt-install qemu-utils
Unter Systemsteuerung > Verwaltung > Computerverwaltung > Datenträgerverwaltung lesen wir die aktuellen Partitionen in Windows 10 aus. nbd0p2 entsprich in diesem Fall der Partition c:

HINWEIS: Werden die Partitionen nicht angezeigt, entferne die Sicherungspunkte in der VirtualBox.

Jetzt starten wir das Modul nbd und hängen das VDI-File unter /mnt ein. Der genaue Einhängepunkt kann natürlich individuell gewählt werden. Achte darauf, die richtige Windowspartition einzuhängen.

# modprobe nbd
# qemu-nbd -c /dev/nbd0 /pfad/zum/vdi-File/'windows xy'
# ls -l /dev/ | grep nbd*
brw-rw----  1 root disk       43,   0 Jan 29 16:09 nbd0
brw-rw----  1 root disk       43,   1 Jan 29 16:09 nbd0p1
brw-rw----  1 root disk       43,   2 Jan 29 16:09 nbd0p2
brw-rw----  1 root disk       43,   3 Jan 29 16:09 nbd0p3
brw-rw----  1 root disk       43,  32 Jan 29 16:09 nbd1
brw-rw----  1 root disk       43, 320 Jan 29 16:09 nbd10
brw-rw----  1 root disk       43, 352 Jan 29 16:09 nbd11
brw-rw----  1 root disk       43, 384 Jan 29 16:09 nbd12
brw-rw----  1 root disk       43, 416 Jan 29 16:09 nbd13
brw-rw----  1 root disk       43, 448 Jan 29 16:09 nbd14
brw-rw----  1 root disk       43, 480 Jan 29 16:09 nbd15
brw-rw----  1 root disk       43,  64 Jan 29 16:09 nbd2
brw-rw----  1 root disk       43,  96 Jan 29 16:09 nbd3
brw-rw----  1 root disk       43, 128 Jan 29 16:09 nbd4
brw-rw----  1 root disk       43, 160 Jan 29 16:09 nbd5
brw-rw----  1 root disk       43, 192 Jan 29 16:09 nbd6
brw-rw----  1 root disk       43, 224 Jan 29 16:09 nbd7
brw-rw----  1 root disk       43, 256 Jan 29 16:09 nbd8
brw-rw----  1 root disk       43, 288 Jan 29 16:09 nbd9
# mount /dev/nbd0p2 /mnt
# umount /mnt
# qemu-nbd -d /dev/nbd0
/dev/nbd0 disconnected
Das *.vdi_File wird hier unter /mnt angezeigt.